Sölden
Wenn der Rest von Österreich wohl noch kaum an den Skisport und traumhaft verschneite Tiefschneehänge denkt, beschäftigt man sich in Sölden bereits fieberhaft mit der weißen Pracht. Dies verwundert keinesfalls, findet im Gletscherskigebiet in Tirol doch alljährlich Ende Oktober das erste Alpine Skiweltcuprennen statt. Jahr für Jahr wird akribisch daran gearbeitet, den Rennläufern und Rennläuferinnen eine perfekte Piste bieten zu können. Der Rettenbachferner, wie der Gletscher in Sölden bezeichnet wird, präsentiert sich dabei immer wieder von seiner besten Seite und sorgt auch schon mitten im Herbst dafür, dass man wahre Lust auf den Schnee bekommt.
Die Vorbereitungen für diesen besonderen Event werden dabei über das ganze Jahr getätigt, wobei unmittelbar nach der erfolgreichen Ausrichtung der Saisoneröffnung des Alpinen Skiweltcups der Fokus bereits wieder auf den Rennen im darauf folgenden Jahr liegt. Es bedarf einer unglaublichen organisatorischen Leistung eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen und sie dann auch erfolgreich abzuwickeln. Die unterschiedlichsten Aspekte gilt es dabei zu beachten, sodass man auch nie auslernt und Jahr für Jahr wieder Verbesserungspotential erkennen kann.
Die Besonderheiten der Skiweltcupveranstaltung in Sölden
In der Gemeinde im Ötztal messen sich die Sportler und Sportlerinnen dabei jeweils in einem Riesentorlauf, wobei zumeist am Samstag die Damen an der Reihe sind, ehe am Sonntag dann die Skiherren folgen. Jahr für Jahr ist es auch für die Läufer und Läuferinnen ohne Zweifel eine absolute Besonderheit, misst man sich hier doch erstmals wieder unter Wettkampfbedingungen mit der Konkurrenz. Erst nach dem erfolgten Saisonstart weiß man, in welcher Form man sich momentan befindet und was es noch zu verbessern gilt. Dieser spezielle Faktor der Ungewissheit, der im Vorfeld herrscht, ist absolut zu spüren, wobei dies unter anderem auch schon zu dem einen oder anderen Überraschungssieger geführt hat. So hat beispielsweise auch die Österreicherin Nicole Hosp im Jahr 2002 völlig unerwartet den Saisonauftakt gewonnen. Mittlerweile hat sie sich zu einer absoluten Topläuferinnen entwickelt, wobei sie sich sicherlich immer wieder gern daran erinnert, wie am Rettenbachferner ihr Stern aufging.
Neben den aussergewöhnlichen sportlichen Leistungen, die man beim Skiweltcup in Sölden beobachten kann, zählt zweifelsfrei auch die hervorragende Stimmung zu den Besonderheiten, die man erwähnen sollte. Die Massen scharen sich im Zielraum, um die Läufer und Läuferinnen anzufeuern und sie zum Sieg zu tragen. Zur Zeit der Alpinen Skiweltcuprennen kann Sölden daher auch zweifelsfrei als so etwas wie die Partymetropole Österreichs bezeichnet werden, setzt sich die gute Stimmung doch auch immer wieder am Abend fort, wenn man sich in die zahlreichen Lokalitäten, die Sölden zu bieten hat, begibt. Eine unglaubliche Bandbreite an Einkehrmöglichkeiten lässt für alle Geschmäcker eine Alternative offen, sodass man auch die unterschiedlichsten Menschen antreffen kann.
Es sind daher mehrere Aspekte, die dafür sprechen, dass man sich auch bereits Ende Oktober auf den Wintersportort Sölden einlässt. Man kann einerseits die aussergewöhnlichen Leistungen der Skisportler und Skisportlerinnen live bestaunen, andererseits allerdings auch am Abend sein persönliches Vergnügen haben und das breit gefächerte Unterhaltungsprogramm der Region genießen. All jene, die beim Zusehen dann auch auf den Geschmack gekommen sind, können sich im Gletscherskigebiet Sölden aber auch selbst die Skier anschnallen und besonderen Spass beim ersten Skierlebnis der Saison erfahren, sodass der Skiweltcup in Sölden auch für sie zu einer unvergesslichen Erinnerung werden wird.
