Patscherkofel
Etwas seltener als die bereits beschriebenen Destinationen konnte der Patscherkofel, der seinerseits den Hausberg der Tiroler Landeshauptstadt darstellt, bisher seine Kompetenz als Austragungsort für den Alpinen Skiweltcup unter Beweis stellen. Trotzdem muss dieser zweifelsfrei genannt werden, wenn man über den Skiweltcup in Tirol spricht. Der 2246 Meter hohe Gipfel der Tuxer Alpen sorgte jedes Mal, wenn der Weltcup hier Station machte, für große Aufregung bei der gesamten Bevölkerung, fanden hier doch auch absolut historische Momente statt.
Historische Skisportereignisse am Patscherkofel
Einer dieser besonderen Momente, der in die Geschichte eingegangen ist, ist noch nicht allzu lang her, wird er doch vom legendären Neunfachtriumph der ÖSV Herren aus dem Jahr 1998 dargestellt. Damals fuhr das österreichische Skiteam den gesamten Rest der Welt in Grund und Boden, sodass sich nur ein Nichtösterreicher unter den ersten Zehn platzieren konnte. Angeführt vom damaligen unumstrittenen Top Star Hermann Maier gelang dem Team ein einzigartiger Triumph, der wohl kaum so schnell wiederholt werden kann. Österreich war zu dieser Zeit wohl am Zenit seiner Überlegenheit im Skiweltcupzirkus angelangt und das gesamte Team verewigte sich mit dieser eindrucksvollen Leistung in den Geschichtsbüchern des Alpinen Skiweltcups. Dies ist zweifelsfrei ein Grund dafür, warum die österreichischen Skisportler und Skifans den Patscherkofel immer in freudiger Erinnerung behalten werden, auch wenn seit damals nur wenige Weltcup Veranstaltungen am Innsbrucker Hausberg ausgetragen wurden.
Ein weiterer Grund, der die Besonderheit des Skisports am Patscherkofel ausmacht, sind sicherlich die Olympischen Winterspiele von 1964 und 1978 in Innsbruck, bei denen die Abfahrtsläufe der Herren jeweils am Patscherkofel ausgetragen wurden. Auch hierbei gibt es absolut positive Erinnerungen für den österreichischen Skisport, krönte sich 1964 auf der Piste am Patscherkofel doch Egon Zimmermann zum neuen Olympiasieger. 14 Jahre später kam man erneut auf den Patscherkofel zurück, um wieder einen neuen Olympiasieger in der Alpinen Abfahrt zu küren und wieder konnte sich ein österreichischer Rennläufer durchsetzen. Mit Franz Klammer holte sich damals einer der wohl beliebtesten Skisportler, die Österreich jemals herausgebracht hatte, den Titel. Der ÖSV kann daher keinerlei schlechte Erinnerungen mit dem Innsbrucker Hausberg in Verbindung bringen. Zwei Olympiasiege sowie der legendäre Neunfachtriumph sprechen zweifelsfrei dafür, dass der Skiweltcup am Patscherkofel etwas ganz Besonderes ist.
Weitere Besonderheiten am Skiweltcup am Patscherkofel
Auch organisatorisch wurden am Patscherkofel immer wieder wahre Glanzleistungen geboten, sodass man stets einen reibungslosen Ablauf gewähren konnte. Es wurden dadurch jene Bedingungen geschaffen, die dafür verantwortlich sind, dass diese enormen Triumphe auch jeweils in einem absolut würdigen Rahmen geschehen konnten. Immer wieder konnte beobachtet werden, wie die Massen auf den Patscherkofel strömten, um ihre so erfolgreichen Lieblinge zu beobachten und den atemberaubenden Leistungen ihren Tribut zu zollen.
Der Skiweltcup am Patscherkofel stellt vor allem auch auf Grund dieser historischen Ereignisse, die sich hier schon abgespielt haben, etwas Aussergewöhnliches dar. Immer wieder, wenn man an den Innsbrucker Hausberg zurückkehrt, wird man sich an die glorreichen Siege erinnern, egal, ob der Triumphator Egon Zimmermann, Franz Klammer oder Hermann Maier war. Der Patscherkofel ist zweifelsfrei ein gutes Pflaster für die österreichischen Skirennläufer, was auch ein Grund dafür ist, dass man dem Skiweltcup am Patscherkofel diese enorme Bedeutung zumisst.
